Kondom

Eines der sichersten Verhütungsmittel das es momentan gibt ist und bleibt das Kondom.
Es stellt neben seiner Empfängnisverhütenden Funktion noch einen sehr sicheren Schutz gegen sexuell übertragbare Infektionskrankheiten dar.
Ursprüngliche Formen des Kondom gibt es schon seit den ägyptischen Kulturen. Das Material unterschied sich natürlich erheblich von den heutigen High-Tech-Materialien und Bestand zu damaligen Zeiten aus Stoff oder Tierdärmen. Heute sind Materialien wie Latex, Polyethylen, aber auch noch Kondome aus Naturdarm die erste Wahl. Letztere Schützen zwar vor ungewollter Schwangerschaft, allerdings nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten da sie eine zu hohe Permeabilität haben. Kondome unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle. Überprüft werden zum einem die Dichtigkeit und zum anderen die mechanische Belastbarkeit.  Das DLF-Gütesiegel (Deutsche Latex-Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaft) gibt einem die faktische Sicherheit, ein Kondom gekauft zu haben, dass bestimmten Standards entspricht. Die DLF ist eine Gemeinschaft, die sich aus verschiedenen Kondomherstellern zusammensetzt.

Kondom Anwendung

Bei der Anwendung des Kondoms gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Weit verbreitet ist die Ablehnung gegenüber den Kondomen wegen ihrer angeblichen liebestötenden Eigenschaft. Männer scheinen etwas dagegen zu haben, ihr Liebespiel zum Anlegen des Kondoms zu unterbrechen. Diese doch recht sachliche Tätigkeit schafft eine gewisse Ernüchterung, dient es doch so weltlichen und unromantischen Dingen wie Verhütung und Gesundheitsschutz. Bei manchen Männern führt das zum Nachlassen der Erektion bis hin zur völligen Einstellungen der sexuellen Gefühle. Man kann aber versuchen das Anlegen des Kondoms mit in das Vorspiel zu integrieren und den Partner mit einzubeziehen. was spricht dagegen, dass die Frau das Kondom über den Penis rollt?

Kondom Gefühlsecht

Ein weiterer Punkt, den man aber inzwischen aber bedenkenlos zur Seite wischen kann, ist die mangelnde Gefühlsechtheit. Das Kondom wird als Barriere empfunden. Moderne Kondome haben allerdings eine so geringe Wandstärke, dass das Argument nicht mehr wirklich haltbar ist. Jedenfalls aus technischer Sicht. Emotional ist es aber durchaus zu verstehen, das das Kondom als Barriere wahrgenommen wird und somit nicht unbedingt zum entspannten Liebesabend beiträgt.
In seltenen Fällen kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen. Selten ist der Auslöser das Material des Kondoms, sondern eher die zum Teil beigefügten Inhaltsstoffe. Diese Stoffe sorgen entweder dafür, dass das Eindringen mit Hilfe von aufgebrachtem Gleitgel erleichtert wird oder es sind Spermienabtötende Substanzen, sogenannte Spermizide, im Kondom, beziehungsweise im Reservoir.

Kondom Sicherheit

Trotz des hohen Pearl-Index (2–14) kann es aber auch bei, vor oder nach der Benutzung eines Kondoms zur Empfängnis kommen.
Durch unvorsichtige Behandlung des Kondoms kann es zur Beschädigung des Kondoms kommen. Es können unbemerkt Spermien durch diese Beschädigung austreten und zur Empfängnis führen. Als Benutzer sollte  man auch darauf achten, das man sie beim aufrollen über den Penis oder während des Entfernens des Kondoms nicht mit Sperma „kontaminiert“ hat und durch zufällige Berührung der Vagina Spermien weitergegeben werden. Man sollte das Kondom auch sorgfältig anlegen, da es im schlechtesten Falle dazu kommen kann, dass das Kondom sich unbemerkt wieder vom Penis abrollt.
Allerdings überwiegen die Vorteile. Verhütet das Paar konsequent mit Kondom, kann sich die Frau die Einnahme der Pille ersparen, was ihrem Hormonhaushalt sicher zu Gute kommt und der Mann beteiligt sich aktiv an der Verhütung. Es ist auch das einzige Verhütungsmittel, was gegen Geschlechtskrankheiten einen guten Schutz bietet. Ausgenommen sind hier aber die Scherzkondome, die eine optische Verlängerung des Penis erreichen, oder aber die Kondome in verschiedenen Formen. Diese sehen zwar nett aus und können durchaus zum Lustgewinn beitragen, haben aber keine Schützende Funktion und dienen somit nur zum Spaß an der Freude.