Penisneid

Penisneid

Geprägt wurde der Begriff durch Sigmund Freud, einer der bedeutendsten Vertreter der Psychoanalyse.
Sigmund Freud wurde am 6.Mai in Freiberg geboren. Er praktizierte als Arzt und Tiefenpsychologe. Bekannt geworden ist er auch als Religionskritiker.
Von ihm wurde der Begriff des Penisneids geprägt.

Der Penisneid entsteht während der Entwicklungsgeschichte bei Mädchen. Ihnen wird der anatomische Unterscheid zwischen verschiedenen Menschen bewusst. Anstatt dessen befindet sich bei Ihnen ein noch  unerforschtes „Nichts“.
In dem Alter, in dem sich der Penisneid manifestiert, also zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr, hat das heranwachsende Mädchen die ersten Erfahrungen und Erkenntnisse über ihre äußeren Körpergrenzen. Freud bezeichnete diese Altersphase als phallische Phase.

In der Wahrnehmung von Jungen, empfindet sich das weibliche Kind als unvollständig. Es hat weder einen Penis, der im Gegenteil zu den weiblichen Geschlechtsorganen sichtbar ist. Ebenso wenig können die Brüste als Differenzierungsmerkmal dienen, da sie  aufgrund der noch nicht einsetzenden geschlechtlichen Entwicklung schlicht und ergreifend nicht vorhanden sind.
Neid per Definition ist das Gefühl, weniger zu besitzen, als andere und der Drang genau diese Dinge, Eigenschaften oder Attribute auch sein eigen nennen zu können.
Im Gegensatz zum Penisneid erleben männliche Kinder in diesem Alter Kastrationsängste. Es setzt die   Erkenntniss ein, dass der Junge im Genitalbereich „mehr“ hat als andere Menschen. In diesem Fall ist  die Bezeichnung Mensch adäquat, da sich in dem Alter die Erkenntnis des geschlechtlichen Unterschiedes noch nicht durchgesetzt hat. Diese Kastrationsängste könnten auch umgangssprachlich mit Verlustangst umschrieben werden.
Beides wird als kindlicher Komplex beschrieben, der sich durch die spezifischen Geschlechtsmerkmale, also in diesem Falle den Penis herauskristallisiert.
Dies begründet sich in der eigentlichen Existenz der Geschlechtsorgane. Unwesentlich dabei sind Penisgröße oder –länge oder Größe der Brüste bei den Mädchen.
Dies wird erst während der Pubertät mehr oder weniger unbewusst thematisiert. Zum größten Teil sind es dann aber durch Medien suggerierte Schönheitsideale die dazu führen. Im späteren, adulten Leben geht es dann nicht mehr um das Grundsätzliche Besitzen oder Verlieren, sondern eher um das grundsätzliche Erscheinungsbild und den damit verbunden Selbstwert.